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21. November 2009
 

WISO

 
montags, 19.25 Uhr
Freileitungsmast. Quelle: dpa
Die Preise für Strom sind in den letzten Jahren angestiegen.

WISO

Teurer Strom im Osten

Anbieterwechsel kann bis zu 200 Euro bringen

Strom ist in Ost-Deutschland viel teuer als im Westen. Rund 5,5 Prozent mehr zahlen Verbraucher in den neuen Ländern für ihre Grundversorgung.

 
 
 
 

In West-Deutschland fallen bei einem Musterhaushalt mit vier Personen und einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden durchschnittlich 910 Euro bei den örtlichen Anbietern an. In Ost-Deutschland werden dagegen für den gleichen Verbrauch 960 Euro fällig.

 

Am günstigsten ist der Strom noch in Hamburg und Berlin, hat das Verbraucherportal Toptarif ausgerechnet - hier kosten 4000 Kilowattstunden Strom beim örtlichen Grundversorger jeweils weniger als 835 Euro. In Sachsen-Anhalt und Thüringen ist es dagegen am teuersten: für den angenommenen 4-Personen-Haushalt werden hier im Schnitt statt 910 Euro mehr als 975 Euro fällig.

 

Hohe Netzentgelte

Grund dafür sind die höheren Netzentgelte, also die Durchleitungsgebühren für den Strom. In den neuen Ländern gibt es sehr viele Flächenversorger, die die hohen Kosten für ihre Infrastruktur aber nur auf sehr wenige Bürger umlegen können. Die Verbraucherzentralen raten deshalb dringend zu einem Anbieterwechsel. Damit können bis zu 200 Euro pro Jahr gespart werden.

 

Wichtig ist, den genauen Überblick über die einzelnen Kostenpunkte zu haben. Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt hat da eine ganz einfache Regel aufgestellt: für Singles sind niedrige Grundkosten günstig, große Familien sind mit einem möglichst geringem Arbeitspreis besser bedient. Die aktuellen Kosten für Grundgebühr und Arbeitspreis findet man in der letzten Stromrechnung. Dort steht auch, wie hoch der Jahresverbrauch ist.

 

Mit diesen Angaben kann man ganz einfach die Konditionen vieler Anbieter vergleichen. Und manchmal ist sogar Ökostrom viel preiswerter als das, was man bisher gezahlt hat. Ausführliche Informationen zum Anbieter-Wechsel gibt es in einem Faltblatt der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt.(Externer Link - Öffnet in neuem Fenster)