Trotz der Finanzkrise möchten die meisten Deutschen bei den Weihnachtsgeschenken nicht sparen. Der Handel registriert nach dem 1. Adventswochenende steigende Umsätze. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt, das Geschenk so günstig wie möglich zu kaufen? Dabei kann man sich auf Prognosen von Preisvergleichsportalen stützen. Vor und während der Shopping-Tour sollte man die Preise vergleichen. So lassen sich meist viele Euros sparen.
Wenn das Budget limitiert ist, dann gilt es die Ausgaben in Grenzen zu halten. Ein guter Ansatz: Früh mit dem Einkauf beginnen. Das Preisvergleichsportal eVendi.de veröffentlicht seit 2007 Preisprognosen für weihnachtsgängige Produktgruppen. Die Prognose wird aus den Preisschwankungen der Vorjahre in diesen Produktgruppen errechnet, so dass Trends für die aktuelle Saison hochgerechnet werden. Dabei schwanken einzelne Gruppen deutlich.
Beispiel Rasierer: "Im November sind die Preise noch stabil, aber Anfang Dezember gehen sie schon nach oben. Dabei sind richtige Preissprünge zu sehen", so Malte Schiphorst Geschäftsführer von eVendi.de. Je näher der Einkaufstag an Heiligabend liegt, umso teurer der Preis. Also besser im November kaufen, sonst werden sie zu teuer. "Je früher, desto billiger auch bei Blu-Ray-Playern und Handys. Je länger man wartet, umso teurer wird es", sagt Schiphorst.
Beim Flachbildfernseher ist es genau umgekehrt. Da lautet die Prognose: Die Preise werden bis Weihnachten sinken. "Der Fernseher scheint kein typisches Weihnachtsgeschenk zu sein, da hier die Preise fallen", so Schiphorst. Die Prognose: "Ein Ansteigen der Preise ist eher zur Fußball-EM zu erwarten, weil die Verbraucher die Fernsehausrüstung aktualisieren möchten." Ist ein Fernseher als Weihnachtsgeschenk geplant, dann diesen besser erst kurz vor dem Fest kaufen.
Die Preise von typischen Weihnachtsgeschenken ziehen also an, je näher Heiligabend heranrückt. Dazu zählen unter anderem Produktgruppen wie Spielzeug, Rasierer, Blu-Ray-Player und Handys. "Auch die Preise bei Uhren für Damen und Herren ziehen an, jedoch nur moderat", so Schiphorst.
Wer preissensibel ist, kann mit jedem Handy im Ladengeschäft kontrollieren, ob der Ladenpreis akzeptabel, günstig oder viel zu hoch ist. Mit Smartphones geht die Suche auf den ganz normalen Preissuch-Seiten am komfortabelsten. Oder spezielle Programme (Apps) versorgen die Geräte mit einer eigenen Such-Oberfläche und stellen die Ergebnisse übersichtlicher dar.
Wer sich vorab zu Hause über die Preislage informieren will, kann sich beispielsweise auf diesen Seiten einen Überblick verschaffen: billiger.de, guenstiger.de, evendi.de, idealo.de, preis.de, google.de/products, heise.de/preisvergleich oder kelkoo.de.
Im Internet einkaufen ist bequem: Man muss keine langen Warteschlangen in Kauf nehmen, bleibt nicht im verstopften Verkehr stecken, sondern kann von zu Hause aus am heimischen Rechner bestellen. Laut Bundesverband des Deutschen Versandhandels planen 70 Prozent der deutschen Online-Nutzer die Bestellung von Weihnachtsgeschenken im interaktiven Handel. Das sind circa 35 Millionen Deutsche.
Quelle: Bundesverband des Deutschen Versandhandels
Eine Prognose ist zumindest sicher: Fallende Preise nach den Feiertagen. Empfehlenswert sind daher auch Geldgeschenke oder Gutscheine.