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12. Februar 2012
 

ZDFinfo

 
Auszubildende bei MAN. Quelle: ZDF

Geld verdienen

Noch Ausbildungsplätze frei

Mehr Stellen als Bewerber

Azubis verzweifelt gesucht: Viele Unternehmen konnten ihre offenen Stellen in diesem Jahr nicht besetzen. Der Grund: Vielen Kandidaten fehlt es an der nötigen Qualifikation - oder sie bewerben sich erst gar nicht, weil sie den Beruf oder das Angebot nicht kennen. Ein Blick über den Tellerrand kann sich also durchaus lohnen.

 
 
 
Florian Böhme. Quelle: ZDF
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Florian Böhme

Florian Böhme ist Auszubildender bei MAN in Berlin. In dem Diesel- und Turbowerk werden Kompressoren für die Öl- und Gasindustrie gebaut - ein zukunftsträchtiges Geschäftsfeld mit guten Jobaussichten. Dennoch blieben dieses Jahr zwei von acht Ausbildungsplätzen unbesetzt. Im Vergleich zu früher, so Firmenchef Ralf Thon, fehle es vielen Bewerbern an der nötigen Eingangsqualifikation. Und auch wenn das Unternehmen dringend Nachwuchskräfte sucht: Genommen wird nur, wer das Potenzial hat, die Ausbildung auch zu Ende zu bringen.

 

Übernahme garantiert

So wie Florian Böhme. Er ist inzwischen im dritten Lehrjahr zum Industriemechaniker. Zu MAN kam er erst über Umwege: Nachdem er auf der Realschule sein handwerkliches Talent entdeckt hatte, begann er zunächst eine Ausbildung zum Metallbauer bei einem anderen Unternehmen. Als dieses Insolvenz anmeldete, gab ihm sein Großvater den Tipp mit MAN. Dort muss er sich um seine Zukunft keine Sorgen mehr machen: Der Betrieb garantiert eine Übernahme nach erfolgreich absolvierter Prüfung und bietet auch nach der Ausbildung attraktive Weiterbildungsangebote und Aufstiegschancen.

 
Werkshalle bei MAN. Quelle: ZDF
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Qualifikationen sind auch für Ausbildungsplätze wichtig.

Ein halbes Jahr hat er noch vor sich - doch Florian schmiedet schon Pläne für die Zeit nach seinem Abschluss. Er will seinen Techniker machen und danach berufsbegleitend studieren. Fernziel: Ingenieur. Gesellen, die es eher ins Ausland zieht, können nach der Ausbildung als Außenmonteure für das Unternehmen arbeiten.

Axel Fürstenberg. Quelle: ZDF
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Alex Fürstenberg

Gute Noten und Praktika

Auch Alex Fürstenberg hat seinen Traumjob gefunden: Er lernt Bootsbauer im Ausbildungszentrum Boots- und Schiffbau in Berlin-Köpenick. Eine begehrte Ausbildung: Auf drei bis vier Plätze kommen jedes Jahr rund 80 Bewerber. Alex bekam die Stelle, weil er wichtige Voraussetzungen mitbrachte: Zwei Praktika in einem Betrieb und Leidenschaft zum Wassersport. Ebenfalls wichtig: Ein erweiterter Hauptschulabschluss mit guten Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern. Auch Kreativität und ein Gefühl für Formen und Gestaltung sind gefragt.

 

Das Ausbildungszentrum in Berlin bildet Bootsbauer und Tischler für den eigenen Bedarf sowie für andere Firmen aus. Nach einer einjährigen Grundausbildung gehen die meisten der Azubis für die restlichen zwei Jahre in Partnerbetriebe - bei Alex ist es ein Mastbaubetrieb in Brandenburg. Wie es nach dem Abschluss weitergeht weiß er auch schon: Er will zunächst ein paar Jahre Berufserfahrung in Deutschland sammeln und sich dann im Ausland weiterbilden, vorzugsweise in Schweden. Wie Florian kann auch er sich vorstellen, zu studieren und seinen Ingenieur oder Meister zu machen. Und falls das nicht klappt: Mit seiner Ausbildung ist Alex sowohl Tischler als auch Lackierer, er kann sich also jederzeit auch außerhalb des Bootsbaus bewerben.

 
Arbeitsplatz Bootsbau. Quelle: ZDF
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Als Bootsbauer findet man nicht nur in der Bootsbranche einen Arbeitsplatz.

Arbeitsagenturen helfen bei Bewerbung

Florian und Alex hatten Glück: Sie haben Berufe gefunden, die gute Zukunftschancen und ein hohes Entwicklungspotenzial bieten. Doch auch wenn viele Unternehmen händeringend Azubis suchen: Von alleine bekommt man so einen Job nicht.

 

Wer sich für eine Ausbildung interessiert, sollte sich gründlich über den angestrebten Beruf und den möglichen Betrieb informieren, eventuell auch über Alternativen und verwandte, aber wenig bekannte Berufe nachdenken. Es empfiehlt sich, frühzeitig mehrere Praktika zu machen; so kann man erste Erfahrungen sammeln und herausfinden, ob einem der Beruf auch wirklich gefällt. Für die Bewerbung gilt: sauber, ordentlich und individuell - und mit allen Unterlagen, die dazu gehören. Unterstützung hierbei gibt es bei den örtlichen Arbeitsagenturen. Sie wissen, wo es freie Lehrstellen gibt und beraten bei allen Fragen rund um Ausbildung, Bewerbung und Berufswahl.

 
 
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