Die Lebenserwartung der Menschen in Ost-Deutschland ist seit der Einheit im Schnitt um sechs Jahre gestiegen. Das Max-Planck-Institut in Rostock hat ausgerechnet, dass Frauen mit durchschnittlich 82 Jahren jetzt genauso alt werden wie im Westen. Männer liegen mit einem Schnitt von 75 Jahren allerdings noch gute anderthalb Jahre zurück.
Schuld daran sei die unterschiedliche Situation auf dem Arbeitsmarkt mit ihren sozialen Folgen. Aber auch zu viel Zigaretten und Alkohol würden dazu führen, dass ostdeutsche Männer früher sterben. Die hohe Zahl von Verkehrsunfällen tue da ein Übriges.
Auch das Robert-Koch-Institut hat sich um die ostdeutsche Gesundheit gekümmert. Im aktuellen Bericht heißt es, dass die großen Unterschiede in Gesundheit und Lebenserwartung bei Ost- und Westdeutschen weitgehend verschwunden sind. Dagegen treten Wohlstand und Armut als Indikatoren für die gesundheitliche Entwicklung immer stärker in den Vordergrund. Und noch eins haben die Forscher in Berlin festgestellt: Im Westen hat die Fettleibigkeit zugenommen und sich dem Ost-Niveau angepasst.