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21. November 2009
 

WISO

 
montags, 19.25 Uhr
Feier an der Berliner Mauer. Quelle: dpa
Feiern zum Mauerfall vor 20 Jahren.

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Lebensstandard fast auf West-Niveau

Deindustrialisierung sorgt für Anstieg bei Niedriglöhnen

Der Lebensstandard im Osten ist fast auf West-Niveau. Laut einer Studie der Freien Universität Berlin haben sich die Netto-Verdienste der ostdeutschen Angestellten seit 1991 so gut wie verdoppelt. Die Löhne der Arbeiter sind um 60 bis 80 Prozent gestiegen.

 
 
 
 

Als Folge haben sich seit der Wende vor allem die Wohnverhältnisse im Osten stark verbessert. Der wachsende Wohlstand hat auch dazu geführt, dass immer mehr teure Konsumgüter angeschafft werden. Absolute Gewinner der Einheit sind nach dieser Studie die Rentner in Ost-Deutschland. Sie bekommen statt 30 oder 40 Prozent jetzt sogar mehr als 80 Prozent des durchschnittlichen DDR-Einkommens als gesetzliche Rente. Und auch die Jugendlichen haben mit Abitur und höherer Bildung seit der Wende bessere Zukunftschancen.

 

Der Anteil an Abiturienten eines Jahrganges hat sich seit 1989 fast verdreifacht. Allerdings arbeitet jeder zweite Ostdeutsche noch immer für einen Niedriglohn, kritisiert der Deutsche Gewerkschaftsbund. Im Westen dagegen nur jeder Fünfte. Ursache dafür sei die Deindustrialisierung der neuen Länder nach der Wende. Mittlerweile gebe es nur noch kleine industrielle Inseln rund um Städte wie Jena, Dresden, Wismar und Leipzig. Der Rest des Ostens lebt von Tourismus und Landwirtschaft.